Wo holst Du Dir Rat?
- Christian Achenbach
- 15. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
„Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet … hat?“ (1.Könige 12,9a)
Die Ära von König Salomo war gerade zu Ende gegangen. Sein Sohn Rehabeam sollte nun in Sichem zu seinem Nachfolger gekürt werden.
In Sichem angekommen wird der neue König direkt mit einer schweren Herausforderung konfrontiert. Das Volk beginnt zu murren. Im Rückblick auf die Regierungszeit Salomos überkommt sie Unzufriedenheit - die vom König Salomo auferlegte Last war für sie zu schwer. Sie fordern Erleichterung.
Rehabeam weiß nicht, was er tun soll, und holt sich deshalb zunächst Rat bei den Alten und dann den Rat der Jungen ein, die mit ihm aufgewachsen waren. Schlussendlich entscheidet er sich für den Rat der Jungen, die ihm empfehlen, die Last auf das Volk zu erhöhen, anstatt sie zu erleichtern.
Wir können daraus lernen:
Die Alten raten ihm Diener des Volkes zu werden und die Last zu erleichtern. Doch Rehabeam ist nicht bereit zu dienen. Jeder der im Volk Gottes führen und leiten will, muss bereit sein zu dienen (Markus 9,35).
Rehabeam folgt dem Rat der Jungen. Er erhöht den Druck auf das Volk und denkt dabei nur daran seine Macht zu festigen, anstatt sich selbst zu verleugnen. Geht es uns nicht auch oft nur um uns selbst und unser Fortkommen?
Wir lesen nichts davon, dass Rehabeam gebetet und Gott um Rat gefragt hätte. Dabei ist Gott doch immer noch der allerbeste Ratgeber (Vgl. Jesaja 9,5).
Jesus sagt einmal, dass „sein Joch sanft und seine Last leicht“ ist (Matthäus 11,30). Es ist wichtig Gott selbst und Sein Wort zu kennen, um richtige Entscheidungen zu treffen und Führung zu übernehmen. Ob in der Familie, dem Beruf oder in der Gemeinde.
Gott selbst „ist wunderbar in seinem Rat, groß an Verstand.“ (Jesaja 28,29b)
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