Warten ist besser
- Jan Wagner
- 24. Feb. 2022
- 2 Min. Lesezeit

„Israel hat gesündigt, und auch haben sie meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe; und auch haben sie von dem Verbannten genommen…“ (Jos.7,11a)
Als das Volk Israel durch den Jordan in das verheißene Land gezogen war, stand die Eroberung des Landes vor ihnen. Die ersten Städte, die es einzunehmen galt, waren Jericho und Ai.
Die Eroberung von Jericho ist vielen bekannt. Das Volk sollte jeden Tag einmal um die Stadt ziehen, nur am siebten Tag sollten sie es siebenmal tun. Gott belohnte ihren Glauben (Heb.11,30): Die Mauern Jerichos brachen zusammen und das Volk konnte die Stadt einnehmen.
Alle Menschen und Tiere, die in Jericho lebten, wurden bei diesem Angriff getötet. Doch der Herr hatte Befehl gegeben, dass die Wertgegenstände, die Schätze Jerichos, Ihm gehören sollten: „Und alles Silber und Gold, samt den kupfernen und eisernen Geräten, soll dem HERRN heilig sein: In den Schatz des HERRN soll es kommen.“ (Jos.6,19)
Leider war da einer, Achan, der diesem Gebot Gottes nicht gehorchte und sich bediente. Beim Angriff auf die Stadt Ai erlitt das Volk eine Niederlage. Sofort war klar, dass Sünde die Ursache war. Unser Eingangsvers macht deutlich, dass das ganze Volk durch den Ungehorsam Achans in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gott selbst identifiziert ihn als Täter und Achan muss für seine Sünde sterben.
Wir dürfen wissen, dass der Herr Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und wir nicht für unsere Taten bezahlen müssen!
Nachdem die Sünde gerichtet ist, gelingt der erneute Angriff auf Ai und die Stadt wird eingenommen. Jetzt lesen wir ein interessantes Detail: „Nur das Vieh und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich, nach dem Wort des HERRN, das er Josua geboten hatte.“ (Jos.8,27)
Jetzt durfte das Volk für sich plündern! Sie durften die Beute von Ai behalten. Das hatte der Herr sogar geboten.
Wie tragisch, dass Achan nicht warten konnte! Der Herr meint es gut mit Dir und mir und will uns reichlich geben – aber zu Seiner Zeit. Achan hätte so viel bekommen können, ohne sein Leben zu verlieren, wenn er auf den Herrn gewartet hätte!
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