Der Herr drängt sich nicht auf
- Christian Achenbach
- vor 16 Stunden
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„Und als er sie beim Rudern Not leiden sah – denn der Wind war ihnen entgegen –, kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, wandelnd auf dem See; und er wollte an ihnen vorübergehen.“ (Markus 6,48)
Die Jünger sind in Lebensgefahr – mitten auf dem See Genezareth kämpfen sie seit Stunden gegen den Wind und die Wellen. Ca. 5-6 km vom Ufer des Sees entfernt erscheint die Lage immer aussichtsloser.
Doch ihr Meister hat sie längst in ihrer Not gesehen. Ihre Probleme lassen Jesus nicht kalt, sondern veranlassen Ihn auf dem See gehend zu ihnen zu kommen. Zwischen 3 Uhr und 6 Uhr morgens kommt Er auf sie zu.
Doch anstatt direkt zu ihnen ins Schiff zu steigen und Wind und Wetter zu beruhigen, stellt Er sich so, als wolle Er „an ihnen vorübergehen“.
Auch die Emmaus-Jünger erlebten ähnliches, als sie auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren. Da stellte sich der Herr ebenfalls so, als wolle Er weitergehen (Lukas 24,28).
Der Herr Jesus ist jederzeit bereit uns in unseren Nöten und Herausforderungen zu begegnen und uns zu helfen. Doch wir lernen hier, dass Er sich uns nicht aufdrängt – wir müssen bereit sein, um Seine Hilfe anzunehmen und uns auf Ihn einzulassen. Denn nur, wenn wir bereit sind uns helfen zu lassen, kann Er uns wirklich helfen, weil wir dann unsere eigenen Anstrengungen aufgegeben haben.
Jesus wartet, dass wir Ihn in unser Leben einlassen. Er möchte von uns eingeladen werden, wie es auch im Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea deutlich wird: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an;“ (Off 3,20)
Der Not der Jünger begegnet der Herr Jesus schließlich mit den Worten: „Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ (Markus 6,50)
Seine Gegenwart schenkt neue Hoffnung und Zuversicht. Wenn Er da ist, weicht jede Angst und Sorge.
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