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Bete bevor Du wichtige Entscheidungen triffst.


„Es geschah aber in diesen Tagen, dass er auf den Berg hinausging, um zu beten; und er verharrte die Nacht im Gebet zu Gott.“ (Lukas 6,12)


Der Herr Jesus hatte eine weitreichende und folgenschwere Entscheidung zu treffen. Wer von Seinen Jüngern würde einmal zu den Aposteln gehören, die in Vollmacht und in der Kraft des Heiligen Geistes ausziehen würden, um das Evangelium über die ganze Welt zu verbreiten (Apg 1,8)? Wen sollte er aus der Menge der Jünger erwählen, um Ihn in den nächsten 3 Jahren ganz eng zu begleiten? Von dieser Entscheidung hing so vieles ab.


Auch wir haben immer wieder wichtige Entscheidungen zu treffen, die wir nicht nebenbei treffen können, sondern denen wir unsere ganze Aufmerksamkeit widmen müssen. Du denkst vielleicht an einen Wohnortwechsel, die Jobwahl oder die Fächer, die Du im Studium wählen sollst. Auch die Wahl des Ehepartners, die Frage in welche Gemeinde Du gehen sollst und viele andere Angelegenheiten, sind mit weitreichenden Folgen verbunden.


Um in dieser Frage der Apostelwahl Gewissheit zu bekommen, zog sich Jesus zurück, ging auf einen Berg und betete. Er betete eine ganze Nacht hindurch, um dann aus der Menge der Jünger 12 auszuwählen, „die er auch Apostel nannte.“ Natürlich wusste der Herr Jesus als ewiger Gott im Voraus, wen Er erwählen würde und doch gibt Er uns hier Anschauungsunterricht für intensives Gebet. Jesus zeigt uns eindrücklich wie Er als wahrer Mensch in Abhängigkeit von Seinem Vater im Himmel gelebt und entschieden hat.


Wir staunen nicht schlecht, wenn wir sehen, wen Er erwählte: Petrus, der Ihn später verleugnete. Judas, der Ihn verraten würde. Thomas, der nach Seiner Auferstehung nicht glauben konnte, dass der Herr wirklich auferstanden war. Und auch von den anderen Jüngern, hatte jeder seine besondere Geschichte. Menschlich gesprochen, hätten wir niemals so entschieden, aber das war eine göttliche Wahl!


Jesus wählte die Abgeschiedenheit auf einem Berg, um zu beten. Dort konnte Er wirklich in Ruhe Gemeinschaft mit Seinem Gott haben. Er betete ausdauernd, eine ganze Nacht hindurch, weil Er sich der Tragweite Seiner Entscheidung bewusst war.


Wenn Du Entscheidungen zu treffen hast: Suchst Du Dir einen Ort in Abgeschiedenheit von allem Lärm und aller Ablenkung, um dann wirklich alles vor Gott im Gebet auszubreiten und dabei nicht gestört zu werden? Nimmst Du Dir Zeit fürs Gebet – auch einmal mehr als vielleicht 10 Minuten am Tag, die Du sowieso betest? Ich möchte uns dazu motivieren, wirklich ausdauernd zu beten, ohne dabei „Zeitrekorde“ brechen zu wollen, sondern um uns wirklich in der Gemeinschaft mit Gott zu vertiefen.


Es hat einmal jemand gesagt: „Das Gebet ist wie ein Muskel, der durch tägliches Training leistungsfähiger wird!“

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